Wandern mit Schubert und Cage

Seit Jahrzehnten beschäftige ich mich mit den Spätwerken von Franz Schubert. Ebenso bin ich ein Fan von John Cage.

Nun, Was haben die beiden musikalischen Kosmen miteinander zu tun?
Im Spätwerk von Schubert , ich denke an die Winterreise, die drei letzten Klaviersonaten, späte Streichquartette…. geht es meist um Einsamkeit, Tod in verschiedenen Facetten. Diese Themen sind eingebettet in eine tonale Formensprache der Romantik, dem Zeitalter, in dem das Individuum als Subjekt erwacht und den Schmerz eben auch individuell erfährt. Wenn ich quasi hinter die Töne lausche, dann bin ich aber ziemlich schnell bei John Cage, welcher zum Beispiel im Werk „Musik for piano“ einsame Töne, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, durch Zufallsoperationen aufs Papier bannt, dem/ der Spieler:in sodann de Aufgabe übergibt, diese Töne frei zu gestalten. Wiederum hier steh das Individuum, sprich einzelne Töne, in seiner Einzigartigkeit aber eben auch in seiner Einsamkeit. Dieser Umstand führt mich zu einer neuen Form des Konzerts. Im ersten Teil erkläre ich und spiele einzelne Stellen im Loop, sodass du als Zuhörer:in die Chance hast, dich ganz darin zu vertiefen . Im Zusammenhang mit Cage, kann sich das Hörerlebnis sodann weiter vertiefen.
Es war immer meine eigene Praxis als Musikerin, die Musik unter anderem als Katalysator zu begreifen, als Möglichkeit, die Werke mit meinen eigenen Prozessen zu verbinden. In dem Sinne sind diese Werke überzeitlich, sie sind Kunst, sie sind Prozess und Musik aus verschiedensten Epochen finden sich in ihrer jeweiligen Essenz.

Komm am 25.5. 2025 ins kulturland atelier im Wiler Diemtigen Berner Oberland . Hier kannst du dein Ticket reservieren oder du kannst eine Mail an malo@kulturland schreiben und dich anmelden.

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